eboren wurde ich im Jahre des Herrn 1145 in einem kleinen Ort
in slawischem Raum. Schon bald in meiner Jugend erlernte ich das
Holzhandwerk von meinem Vater. Durch die erst vor kurzem stattgefundenen
Kreuzzüge gegen die Slawen ist der christliche Glaube in meiner Heimat
bei der einheimischen Bevölkerung noch nicht sehr verbreitet.
Aufgrund von Schwierigkeiten mit dem christlichen Glauben,
die ich hier nicht näher ausführen möchte,
wurde ich aus meiner Heimat vertrieben.
as Schicksal war jedoch gnädig zu mir. Alsbald traf ich auf
den Herrn Martin von Lubas. Er verspach meinem derzeitigen Dienstherren,
sich um mein geistiges Wohl zu kümmern. Mein alter Dienstherr
war von diesem Vorschlag angetan, und so kam es, daß ich
auf der Feste "Lubas" meine neue Heimat fand.
ch stamme aus einer kinderreichen Familie nahe Drezdan. Meine Kindheit
verbrachte ich in den Wäldern und Flußauen, wo ich mich gern versteckte.
Als meine Mutter ihr neuntes Kind gebahr, wurde ich vom Hof vertrieben.
Aber ich hatte sehr viel Glück, daß die Abgesandten der böhmischen Krone
durch unser Gebiet zogen. So konnte ich mich im Gefolge des Freiherrn
von Malswiz und des Martin von Lubas als Magd verdingen.